Welche Vorteile bietet Ihnen eine professionelle Wertermittlung im Vergleich zu einer Online-Einschätzung?

Uwe Köhler, Dipl. Sachverständiger (DIA) und Inhaber von Köhler Immobilien GmbH mit Büros in Mainz und Nackenheim.

Um beim Verkauf eines Hauses auf der sicheren Seite zu sein, wird eine professionelle Immobilienbewertung unverzichtbar sein. Denn professionelle Wertermittlungen führen oft zu abweichenden Ergebnissen im Vergleich zu Online-Werteinschätzungen. Dies hat direkte Auswirkungen auf sowohl den Verkaufspreis als auch die Verkaufsdauer. Doch was sind die Vorzüge einer Immobilienbewertung durch einen erfahrenen Sachverständigen und seriösen Makler im Vergleich zu einer Online-Werteinschätzung?

Kurz gesagt, eine präzise Immobilienbewertung ist ein komplexer Prozess, der nicht durch die bloße Angabe weniger Daten erreicht werden kann. Eine Vielzahl individueller Faktoren fließt in eine solche Bewertung ein. Es geht nicht nur um die Lage, Ausstattung und den Zustand der Immobilie, sondern auch um die Details, die in den Hausunterlagen festgehalten sind. Doch beginnen wir am Anfang.

Ein professioneller Sachverständiger ist eine neutrale Instanz mit einem objektiven Blick auf eine Immobilie. Er bewertet sie fundiert aufgrund seines Fachwissens, langjähriger Erfahrung und einer methodischen Herangehensweise. Es ist ratsam, sich an einen Sachverständigen und Makler aus der Region zu wenden, da er mit den lokalen Marktgegebenheiten vertraut ist und die Preisdynamik vor Ort kennt.

Im Gegensatz zu einem Online-Rechner wird ein professioneller Sachverständige und Makler die Immobilie persönlich begutachten, um den Verkehrswert oder Marktwert zu ermitteln. Während dieser Besichtigung macht er sich ein Bild von den spezifischen Merkmalen, Vorzügen und möglichen Mängeln, die den Wert der Immobilie beeinflussen. Auch die Lage, der Standard der Ausstattung, etwaige Renovierungen oder Renovierungsbedarf sowie bauliche Veränderungen lassen sich bei einer Vor-Ort-Begehung besser beurteilen. Eine unkonventionelle Raumaufteilung kann beispielsweise den Preis stark beeinflussen, je nachdem, ob sie auf dem Markt gefragt ist oder nur einer kleinen Zielgruppe zusagt.

Für verschiedene Immobilienarten kommen unterschiedliche Bewertungsverfahren zum Einsatz. Bebaute Grundstücke und Eigentumswohnungen, für die zahlreiche Vergleichsobjekte existieren, werden oft mittels des Vergleichswertverfahrens bewertet. Häuser ohne vergleichbare Objekte werden hingegen mit dem Sachwertverfahren bewertet. Das Ertragswertverfahren hingegen wird angewendet, um den Wert von Mehrfamilienhäusern und Gewerbeimmobilien und Eigentumswohnungen zu ermitteln, bei denen es um laufende Erträge geht, nicht um Eigennutzung.

Dennoch genügt dies nicht für eine umfassende Wertermittlung. Ein Blick in die Immobiliendokumente ist ebenfalls unerlässlich. Der Grundbuchauszug beispielsweise offenbart Informationen über etwaige Drittanforderungen wie Wohnrechte, Nießbrauch oder Vorkaufsrechte. Nachweise über Modernisierungen wie Heizung, Dämmung oder Dach sind für die Bewertung wichtig. Bei Eigentumswohnungen werden Teilungserklärungen, Aufteilungspläne, Nebenkostenabrechnungen und Protokolle von Eigentümerversammlungen benötigt. Sind die Immobilien vermietet, sind Mietverträge und Mieteinnahmen entscheidend für eine genaue Bewertung.

Die Bewertung einer Immobilie ist somit eine anspruchsvolle Prozedur. Wer sicher sein möchte, dass sein Verkaufspreis angemessen ist, sollte sich an einen Immobilienprofi wenden. Bei einem professionelle Sachverständigen sind Sie in guten Händen. Makler bieten diesen Bewertungsservice auch kostenneutral an, unter der 
Auflage, dass sie anschließend einen Verkaufsauftag über die bewertende Immobilie erhalten.

Möchten Sie den genauen Wert Ihrer Immobilie erfahren? Kontaktieren Sie mich. Ich berate Sie gerne.

Rechtlicher Hinweis:
Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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